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Section 305
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Du kannst, weil du sollst,—dieser Ausdruck, der viel sagen sollte,
liegt im Begriffe des Sollens. Denn das Sollen ist das Hinausseyn über
die Schranke; die Grenze ist in demselben aufgehoben, das Ansichseyn
des Sollens ist so identische Beziehung auf sich, somit die Abstraktion
des Könnens.—Aber umgekehrt ist es eben so richtig: Du kannst nicht,
eben weil du sollst. Denn im Sollen liegt ebenso sehr die Schranke als
Schranke; jener Formalismus der Möglichkeit hat an ihr eine Realität,
ein qualitatives Andersseyn, sich gegenüber, und die Beziehung beider
auf einander ist der Widerspruch, somit das Nicht-Können oder vielmehr
die Unmöglichkeit.